Die Vorarbeit für ein weiteres Projekt hat begonnen: die Entfeuchtung eines Kellers. Dies soll via Lüftung erreicht werden, wobei 2 Lüfter für guten Durchzug sorgen. Deren Laufzeit soll u.a. abhängig sein von dem Wassergehalt sowohl der Luft im Keller als auch der angesaugten Außenluft. Also müssten zwei elektronische Hygrometer dies messen und ein PIC das auswerten.
Als Fühler habe ich mit einem Typ von Conrad begonnen. Da sitzt auf einer Seite einer kleinen Platine der eigentliche Fühler, auf der anderen eine Ansteuer-Schaltung mit LM324. Eine Tabelle vermittelt die Luftfeuchtewerte (LF), welche zu der Ausgangsspannung eines der OP's im LM324 passen. Der Bereich geht bis knapp über 90 % LF. Erstes Anliegen: der Versuch einer Kalibirierung. Dazu findet sich im Inet vielfach das immer gleiche Verfahren der Herstellung einer gesättigten Salzlösung. Also z.B. ein Einweckglas nehmen, etwa 100 mL Wasser rein, dann etwa 40 Gr Kochsalz – rsp. soviel Salz, dass Weiteres nicht mehr gelöst wird. Das Hygrometer – hier die Platine – sicher oberhalb der Salzlösung z.B. auf einer Unterlage ablegen, und das Glas obenrum luftdicht mit Folie verschließen. Nach 4 Stunden soll dann eine LF von 74 % sicher anliegen und den Taupunkt exakt widerspiegeln.
Obwohl alle sonstigen Parameter wie die 5 V-Betriebsspannung für das IC und die Lufttemp von 21 ° C peinlichst genau eingehalten wurden, änderte sich die Spannung von 2,95 V ansteigend auf 3,04 (was alleine schon ungut zuviel wäre), sackte dann auf 2,91 Volt und über Nacht auf 2,75 Volt ab. Laut Tabelle wäre das ein Änderung von anfangs ca. 85 % auf 90 % nach den 4 Stunden und dann über Nacht runter auf ca. 72 %. Diese Änderungen wären bei Sturm im Wasserglas erklärbar, aber nicht wirklich überzeugend bei äußerster Einhaltung aller Parameter.
Es sollte möglichst ein Sensor mit Analog-Spannung sein, kein I²C oder sonstiger serieller Ausgang. Anregungungen?
Grüße, picass
Hatte geschlampt! :( Die Temp der Salzlösung war wohl nicht ausreichend genau eingestellt. Das hatte ich nun nachgeholt und in der Tat bringt schon eine Abweichung von nur 1° C eine Verfälschung des Wertes. Bei genauer Soll-Temp von 21° C stellt sich ein Wert von 2,73 Volt ein, der 74% LF entsprechen müsste. Um das Prozedere noch zu verbessern, hatte ich einen Tipp aus dem Inet aufgenommen, einen Sturm im Wasserglas zu provozieren, sprich: einen Minilüfter dort drinnen zu installieren, der vor einer Messung für Durchmischung der Luft sorgen soll. Wirft man den an, steigt die LF von 74% auf 76%.
Nach exaktem Einstellen der Temperatur und ohne Lüftung hält sich das Ergebnis stabil bei 2,736 Volt entsprechend 74% und das ist ein recht gutes Ergebnis. Es soll ja keine Messstation betrieben werden, sondern nur ein sinnvoller Bereich für das Schalten einer Lüftungsanlage ermöglicht werden. Keine Werbung, nur der Hinweis für Interessierte: der Sensor läuft beim großen ,,C" unter der Bezeichnung HMZ-435CHS1 mit der Best.-Nr. 1170520 und kostet dort 12,60 €.
Grüße, picass
Mein feines Keller-Trocknungs-Projekt ist von der ruppigen Realität kalt, vor allem aber nass überholt worden. Wenige Stunden nach dem Einstellen meines obigen Beitrages entlud sich u.a. an meinem Wohnort ein Starkregen, ne, eine Sindflut, welche/r in der gesamten Region Dutzende von Häusern zerstörte, bei Hunderten die Keller flutete, und leider auch den Tod eines Menschen forderte. Nun ist im Keller keine PIC-Filigrantechnik angesagt, sondern robustes Wasser-Management, will sagen: einen Keller aus dem teilgefluteten und nassen Zustand in einen einigermaßen brauchbaren zu versetzen. Da wir hier in einem Computer-Forum sind, nur sehr kurze Hinweise: So etwas Ähnliches hatte ich schon mal vor drei Jahren erlebt, als ich für ein Haus die Verwaltung übernahm, in welchem mehrere Kellerwände quatsch-nass waren, der Putz deswegen quadratmeter-weise abgefallen war und sich Schimmel breit gemacht hatte.
Abhilfe damals – natürlich nach dem Entfernen alles Flüssigem auf dem Boden: An zwei gegenüberliegenden Positionen in - hoffentlich vorhandenen – Lüftungsöffnungen, in meinem Haus waren es zwei Kellerfenster, je einen großen Tischlüfter bei Aldi für je 20 € gekauft und über 2 Monate lang 24 Stunden täglich laufen lassen, wass für heiße Lüftung sorgte - die Heizung war dabei kostenlos: die Hitzeperiode im Sommer half, danach war der Keller rappeltrocken und blieb es auch.....bis zum vorgestrigen Wassersturz, bei welchem das Wasser geländebedingt in Lichtschächte gelaufen war.
Also nun erst wieder Wasser raus, wobei auch eine niedliche Tauchpumpe für 20 € half. Die lief nur mit 12 Volt, schaufelte aber über einen Schlauch mit 1 cm Innendurchmesser mehr Wasser weg, als jemand einen Eimer im Keller füllen und die Treppe hoch und draußen ausleeren kann.
Also jetzt eine wetterbedingte Projekt-Pause, aber keine Bange, das PIC-Projekt der Entlüftung ist dadurch ja unerwartet weit aktueller geworden, und ich arbeite auch schon an Platine und Programm.
Nasse Grüße, picass
Es dauert bei meinen Projekten immer, aber irgendwann..... ;)
Gestern kamen die Platinen, heute ist das neue Hygro-Board fertig bestückt. Das Prog fehlt noch, aber das wird schon. Mit diesem Board ist der Umstieg vom PIC18F14K22 auf den PIC18F25K14 eingeleitet – dem Nico mit seinem PIC18-Grundlagenboard sei für die Anregung gedankt.
An dieses Board werden also zwei kleine Platin'chen mit je einem Hygro- und Thermo-Sensor angeschlossen. Angesteuert werden dann zwei Lüfter, welche – ist noch nicht entschieden, wahrscheinlich werden es zwei PC-Gehäuselüfter-Paare werden. Das Netzteil ist auch neu ,,entwickelt" und dem Bedarf exakt angepasst. Oberhalb des Trafos sieht man einen Last-Ausgang für die Ansteuerung eines Lüfter-Paares. Das zweite Paar, welches im Gebäude weiter weg liegt, erhält eine eigene Netz-Platine.
Dieses Projekt hat sich einen ergiebigen Winterschlaf gegönnt. Lag u.a. auch daran, dass in den Wintermonaten die Feuchtigkeit im Keller des genannten Hauses keinen dräuenden Anlass für Aktionen ergab. Per Zufall entdeckte ich über die Osterfeiertage ein ebensolches Projekt, welches von der Redaktion der Zeitschrift ,,make" aus dem Heise-Verlag umgesetzt wurde. In der ,,make" Vers. 1/22 ist der erste Teil des Projektes beschrieben, weswegen ich mir das mal als Download gegönnt hatte. Dort werden auch innen wie außen je ein Thermo- und ein Hygromodul betrieben, für eine Anzeige ist ein LCD-Display vorhanden – is klar, einen Lüfter brauchts eh' – und die Abarbeitung des Progs übernimmt ein Arduino Nano. Dessen Prog incl. Bibliotheken gibts komplett als Download via Github.
Ist aber auch klar, dass ich aus diversen, gerade auch grundsätzlichen Erwägungen heraus nun nicht beabsichtige, mich in die Arduinowelt einzuarbeiten. Das Trockenlegen des Kellers soll natürlich ein PIC übernehmen. Aber die eine oder andere Anregung darf schon sein. Insbesondere war die Maker-Redaktion in einem Punkt deutlich weiter: das Kriterium der Auswertung der ermittelten Daten läuft bei denen auf die Ermittlung der Taupunkte für innen und außen hinaus. Ist es draußen trockener, wird gelüftet. Die Taupunkte werden aus diversen Formeln berechnet und gettz gehts zur Sache.
Wer keine Angst vor mathematischen Formeln hat, den bitte ich um einen Blick auf meinen Auszug aus dem öffentlich zugänglichen Vortrag über die verwendeten Formeln. Meine Frage für den Anfang: Ist einem schlichten 8-bit-PIC wie einem PIC18F25K22 die Bewältigung dieser Rechnungen zuzutrauen? Wobei es aus meiner Sicht ziemlich Wurscht ist, ob der sich 5 Minuten nur mit der Formel beschäftigt. Aber ist das grundsätzlich ,,drin"?
Grüße, picass
Der nachfolgende Test ist ein Auszug aus dem Beitrag über die verwendeten Formeln und unter dem Link: make-magazin.de/x2yt zu finden. Der Autor für die Formeln ist Vladimir Poliakow, siehe auch: ,,Luftentfeuchter mit Rasip steuern" in ,,make" 6/21 S.18
Beginn Auszug:
----------------------------------------
Bezeichnungen:
r = relative Luftfeuchte
T = Temperatur in °C
TK = Temperatur in Kelvin (TK = T + 273.15)
TD = Taupunkttemperatur in °C
DD = Dampfdruck in hPa
SDD = Sättigungsdampfdruck in hPa
Parameter:
a = 7.5, b = 237.3 für T >= 0
a = 7.6, b = 240.7 für T < 0 über Wasser (Taupunkt)
a = 9.5, b = 265.5 für T < 0 über Eis (Frostpunkt)
R* = 8314.3 J/(kmol*K) (universelle Gaskonstante)
mw = 18.016 kg/kmol (Molekulargewicht des Wasserdampfes)
AF = absolute Feuchte in g Wasserdampf pro m3 Luft
Formeln:
1. SDD(T) = 6.1078 * 10^((a*T)/(b+T))
2. DD(r,T) = r/100 * SDD(T)
3. r(T,TD) = 100 * SDD(TD) / SDD(T)
4. TD(r,T) = b*v/(a-v) mit v(r,T) = log10(DD(r,T)/6.1078)
5. AF(r,TK) = 10^5 * mw/R* * DD(r,T)/TK; AF(TD,TK) = 10^5 * mw/R* * SDD(TD)/TK
Wenn ich das jetzt nicht falsch sehe - könnte sein, das Kaffee-Trinken steht erst noch bevor - , dann läuft das gesamte Formelwerk auf die Berechnung des Bruches raus:
4.199,3942 / (T + 273,15) Wobei der Nenner die aktuelle Temp in Kelvin enthält, und mein Beispiel unten mit 17°C angenommen wurde.
Das gäbe den Bruch 4.199,3942 / 290,15
Das wiederum könnte man ohne Verlust runden auf 4.200 / 290
Diese Rechnung gälte es letztlich, zu bewerkstelligen.
Nimmt man einen Fehler in Kauf in der Größe von max. 0,5°C, dann ginge auch 420 / 29
Das ergäbe über alles eine Taupunkt-Temp von 14,48°C
Grüße, picass
Nach dem Kaffeetrinken:
Nicht richtig gesehen! :(
Grüße, picass
Mathematiker an die Front!
Gibt es eine Formel, nach welcher man den dekadischen Logarithmus, also den zur Basis 10 "zu Fuß", also in hatten Fällen mit Papier und Bleistift berechnen kann? Natürlich sollte die Formel ohne Funktionen auskommen, die nur in Hochsprachen verfügbar sind, letztlich soll sie ja der PIC in Assembler berechnen.
Grüße, picass
Wenn du nur ganze Zahlen haben willst, dann teile z.b log1000 immer durch 10.
Das machst du solange bis du auf 0 kommst. Die Anzahl wie oft du geteilt hast
ist dan dein Ergebniss. Hier also 3.
Zu ermitteln wären als Beispiele die Logarithmen zur Basis 10 von diesen Zahlen:
0,6031 oder 3,6835 oder 10,8668 :(
Habe bislang im Inet nur ein Misch-Verfahren gefunden. Da wird zunächst aus einer Tabelle für die nächst niedrige "ganze" Zahl der Logaritmus ausgelesen und dann interpoliert. Das könnte zu einer Lösung führen. Habe das aber noch nicht versucht, in ein Programm umzusetzen.... per Papier klappt es. Ist aber halt keine Formel. Wobei es ja eh' fraglich ist, ob die sich in Assembler überhaupt bearbeiten lassen würde.
Mist, mein Mathezeit am Gimmy ist viel zu lange her, früher konnte ich das vermutlich mal. Leider sind meine entsprechenden Mathe-Bücher schon längst entsorgt..... und im Inet findet man massenhaft "automatische Rechner", aber keiner hinterlegt eine griffige Formel.
Grüße, picass
Fundamentaler Rückschlag in meinem Projekt: seit Tagen versuche ich, für das Microgehäuse des als vermeintlich gut ausgeschauten Sensors SHT31-ARP, dem Sensor für Temp und Feuchte von Sensirion, welcher zwecks des DFN-Gehäuses nur für Reflow-Lötung vorgesehen ist, ein Layout zu erstellen, welches doch händisches Löten ermöglicht. Auf dem Weg zu diesem Layout bin ich auch recht weit gekommen, aber nu' dieses hier: beim Einsortieren der Rechnung fiehl mir - heute ! - auf, dass diese nicht für den bestellten -ARP - Typ, also den mit analogem Ausgang ausgestellt ist, sondern für den - DIS -Typ, den mit I²C-Ausgang!
Voll der Horror, das kann ich nicht! Habe nun schon derart viel Zeit in die Verwendung der analogen Version gesteckt, dass allein dadurch der Ärger auch quadratisch zunimmt.
Da müsste jetzt ein Wunder passieren und ein fertiges Programm in Assembler zu Auswertung via I²C erscheinen, und mir zudem die Einarbeitung in diese Übermittlungsart sehr schnell gelingen, ansonsten....
Da ich an Wunder nicht glaube, werde ich versuchen, die gekauften Sensoren zu retournieren. Was ein Mist! Da möchte man nach langem Bemühen endlich wieder einen Erfolg erarbeiten, und dann sowas! Voll die Deprise!
Grüße, picass
Hi, (lange hier nichts mehr von mir hören lassen)
ein sehr ausführliches Tutorium für I2C mit PIC18xxK22 in Englisch wäre z.B. das hier:
(sorry, bekomme keinen funktionsfähigen Link hin)
Guckst du Youtube->I2C coding tutorial in assembly for PIC18 microcontrollers
Das sollte eigentlich genügen um dich abzuschrecken ;-)
Falls nicht - für den SHT21 hatte ich vor einiger Zeit mal ein rudimentäres Programm geschrieben.
Natürlich in "C". Bringt dir wenig aber hier mal der Main-Code, damit du die Komplexität abschätzen kannst:
void main(void)
{
int8_t temp_int, temp_dec;
uint16_t valT, valRH;
float temperature;
//--------------------------------------------------------------------- __init()
OSCCONbits.IRCF = IRCF_16MHZ; OSCTUNEbits.PLLEN = 0;
LCD_Init();
LCD_ConstTextOut(0,0," SHT_21 ");
LCD_ConstTextOut(1,0," ??.?? C");
ANSELCbits.ANSC3 = ANSELCbits.ANSC4 = 0; // I2C pins
SSP1ADD = 39; // I2C baudrate 100kHz
initSHT21(MODE_RH12_T14_BIT | DIS_OC_HEATER | DIS_OTP_RELOAD);
//----------------------------------------------------------------------- main()
wrSHT21(CMD_TRIG_T);
__delay_ms(TMAX_14BIT);
while(1){
rdSHT21((uint8_t *)(&valT));
wrSHT21(CMD_TRIG_T);
temperature = -46.85 + (175.72 * valT)/65536;
if(temperature > 0){
temp_int = (int)temperature;
temp_dec = (int)((temperature - temp_int)*100);
LCD_ValueOut_00(1,1,temp_int,2);
LCD_ValueOut_00(1,4,temp_dec,2);
}
__delay_ms(TMAX_14BIT);
}
}
Verwendet natürlich Funktionen, welche ich mir speziell für den SHT21 geschrieben habe (im Anhang).
Auch ohne C-Kenntnisse müssten diese sich recht einfach nach Assembler konvertieren lassen,
da wirklich nur sehr einfache Statements wie if/else/while Verwendung finden die mehr oder weniger selbsterklärend sind:
Dazu bräuchte man dann noch Bibliotheksfunktionen und Makros, welche ich aus der anfangs im XC8
enthaltenen Bibliothek vom C18 Compiler zusammen kopiert habe. (Auch im Anhang)
Zitat von: vloki in 08.06.2022, 14:20:25 CESTHi, (lange hier nichts mehr von mir hören lassen)
Sehe ich auch so! >:(
>:D
Aber schön zu sehen, dass es dich noch gibt. Danke für deine Beispiel-Programme. Habe mal kurz reingeschaut, aber erst kurz. Dies deshalb, weil ich gerade wie ein Halm im Wind schwanke, ob ich im Bereich des I²C überhaupt weiter gehen sollte, was ja überhaut erstmal auf ein Einarbeiten rausliefe.
Das Paket ist gepackt und mit Adressaufkleber versehen! Drinnen liegen die drei bei Conrad gekauften Exemplare des SHT21-DIS, von denen ich annahm - siehe oben - , ich hätte die analoge Version bestellt. Was da schief gelaufen ist, man weiß es nicht, man weiß es nicht. Retoure ist schon fast auf dem Weg, muss nur noch auf meinen E-Roller und zur Post.
Wenn ich mir das Datenblatt zu der aus meiner Sicht irre aufwendigen Kommunikation mit so'nem Sensor-Typ beschaue mit Checksum und zahlreichem weiteren Gewusel, dann ist mir nicht klar, ob ich diesen Aufwand stemmen kann. Und auch will. Zudem spuckt ja auch dieses Teil nur eine 16-bit-Zahl aus! Auch hier muss - genauso wie beim analogen Brüderchen - erst eine Umrechen-Formel zum Einsatz kommen, und die ist komplizierter als die für das Brüderchen. Da stellt sich mir die Sinnfrage für den Aufwand.
Kann sein, dass ich diesen Aufwand nicht wirklich einschätzen kann, aber wenn ich da eine Woche brauchen sollte, während bei dem analogen Gerät nur noch 'ne Stunde für das Einsetzen der Formel ins Programm nötig ist, dann..... ich weiß es nicht, etc.. :(
Tut mir leid für deine Bemühungen, dieser Beitrag soll keine Unhöflickeit darstellen und natürlich würde ich gerne vermeiden, dass du dich ärgern musst zwecks deiner Bemühungen. Es fällt mir halt schwer, das alles in Assembler umzusetzen, rsp. da immer wieder von Grund auf gänzlich mich einarbeiten zu müssen. Dazu kommt, dass meine Frau mich bedrängt, endlich die Steuererklärung in Angriff zu nehmen....
Vloki, das Leben ist nicht immer einfach.... , nicht mal das Micro-Prozessieren! :(
Grüße, Bernd
Buddel aus und jetzt kommts dicke! Da es Zeitmode ist, sich zu outen, dieses hier: Ich gehe fremd !
Anstatt dieses Projekt selbst µC-mäßig zuende zu entwickeln, habe ich ein Fertigprodukt einer solchen Entfeuchtungs-Elektronik gekauft. :-* Ja doch, ich geniere mich, dies zu schreiben. Aber zum einen gelang es mir nicht, die komplizierte Formel mit unseren 8-Bittern in Assembler umzusetzen, dann verschlangen Arbeiten/Probleme der hatten Realität jede Zeit und der Keller in dem Haus wies lange Wochen Luftfeuchtigkeit von 90% auf. Jüngst kam wieder großflächig Schimmel auf. Da hab' ich die Reißleine gezogen! :'( Erst wollte ich im Heise-Verlag das in der Zeitschrift "Maker" veröffentlichte Projekt "Keller entfeuchten" umsetzen, aber die boten weder was Fertiges, noch einen Bausatz an und zudem hätte man sich in den Umgang mit einem Arduino einarbeiten müssen. Nach Wühlen im Inet entdeckte ich eine Firma, welche ein recht ähnliches Konzept als Fertigteil anbot für 110 €. Da hab ich zugeschlagen, das Teil kommt morgen und wird dann auch sofort verbaut werden.
Is klar: ich geniere mich immer noch, aber unter den genannten Umständen musste was passieren. Immer in der mit Pilzsporen und Chlor-Spray gewängerten Luft sich aufzuhalten und zu arbeiten, ist nicht gerade erquickend. Deswegen die radikale Lösung.
Auch dieses noch: Inzwischen fand ein User raus, dass in der o.g. Formel eine Material-Konstante, die mehrfach vorkommt, sich raus kürzen lassen könnte! Tolle Wurst: warum erstellt man eine Formel mit einem Faktor für Materialkonstante, wenn das mathematisch auf ein Nullsummen-Spiel raus läuft?! Nicht gerade geeignet, Vertrauen in das Produkt dieser Formel zu erhalten.
Grüße, picass
Hast Du dir mal diesen Fühler angeschaut? Dieser gibt den Wert direkt aus.
SHT35-DIS-B2-5KS
https://mm.digikey.com/Volume0/opasdata/d220001/medias/docus/1067/HT_DS_SHT3x_DIS.pdf
Blitz-Antwort! :) Schaue zurfällig auch gerade rein!
Ja, habe ich nicht nur drauf geschaut, den hab' ich sogar irgendwo in einer Schachtel liegen. Den hatte ich in anfänglicher Begeisterung gleich gekauft.
Also......., was die "direkte" Ausgabe des Wertes anbelangt. Ist ja nett, hilft aber bei der Bewältigung der komplizierten Formel mit Logarithmen, Zehner-Potenzen und diversen Divisionen nicht wirklich weiter. :'(
Weiterhelfen würde mein Einstieg in Basic-Programmierung und die Verwendung eines 32-Bitters. Vor allem die vorhandenen Rechenfunktionen in einer Hochsprache und natürlich der problemlose Umgang mit Zahlen halt im 32-bit-Format würde das Abarbeiten der Formel fast zum Kinderspiel machen. Aber unsere 8-bit-PICs haben im günstigsten Fall eine Multiplikations-Hardware-Routine eben in 8-bit und ohne Hochsprache geht da beim Rechnen eben nichts.
Im Moment steht auch anderer Ärger ins Haus. Die dringend heute erwartete und auch zugesagte Lieferung der Fertig-Elektronik kommt nicht. Die liegt noch fernab in ihrem Annahme-Zentrum, warum auch immer. Diesmal ist es GLS, die es nicht gebacken bekommen.
Grüße, picass
Fast vergessen: danke für deine Wühlarbeit
Hi picass,
Apropos 8Bit- und 32Bit-Arithmetik! Im Moment bin ich an einem Programm mit dem 16F1517 (wegen der vielen Pins) und da laufen Rechenoberationen wie Divison 32Bit / 16Bit oder Multipliktion 24x24 Bit, damiti ich keine Dezimalbrüche verwenden muss. Ich hänge Dir mal die 48B/24Bit Divison und die 24x24 Multiplikation hier an. Ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen... siehe dort.
Mußte nur die Variablen umbauen, so daß diese zu den von mir üblicher Weise verwendeten passen ohne viel rüber und nüber kopieren zu müssen.
Viel Spaß und viel Erfolg beim Trockenlegen!
mfG Ottmar
P.S. Übrigens: Ich habe schon mal mit Feuchtesensoren eperimentiert (der DHT11 taugt nichts), das Modul BME280 mit Luftdruck, Feuchte und Temperatur ist sehr viel besser, habe da schon mal mit dem Arduino erfolgreich damit gearbeitet. SPI ist keine Problem und den Algorhytmus müßte man auch für einen PIC per ASM in den Griff bekommen. Na ja, vielleicht mache ich mich mal im Winter dran...
warum muss da noch gerechnet werden? Willst Du den Taupunkt ausrechnen? Kannst Du nicht einfach mit der rel. Feuchte in Abhängigkeit von der Temp. lüften?
@Ottmar Danke für dein Bemühungen. Die beiden Dokumente habe ich herunter geladen und werden gleich auch einen Blick reinwerfen, aber..... Aber die Fertig-Elektronik müsste in den nächsten Minuten angeliefert werden und ich baue sie dann auch sofort ein. Möchte allerdings auch sagen, dass ich gestern schon meine alten Unterlagen mit Rechenversuchen rausgesucht und erneut rum gerechnet hatte.... Vor dem Sommerurlaub wird das Fertigprodukt genutzt. Wer weiß schon, wie gut das funktioniert?
@pic18 Ja, die Taupunkttemperatur und nicht nur die eine, sondern gleich zwei und der Vergleich der beiden wird gebraucht, anders geht es nicht. Dafür gibt es gleich zwei absolute Gründe:
- zum einen wohne ich nicht in dem zu entfeuchtenden Haus. Sehr häufig vergehen mehrere Tage, bis ich da wieder hin komme. In der Zwischenzeit kann vieles passiert sein und da reicht schon ein einfacher Wetterwechsel fürs Passieren aus. Ich kann und will nicht vor jedem einzelnen Regenschauer micht auf meinen E-Roller setzen, um dort händisch Vorsorge zu treffen.
- zum anderen dieses Beispiel: Vor Jahren, als ich mit ersten Lüftungsübungen begann - da hatte ich 2 großer Lüfter "vorne" und "hinten" in 2 Kellerfenster eingesetzt - , ereignete sich dieses: ich kam zwecks Kontrolle in den Keller und da hatten sich in dem Kellerraum dort, wo die "frische" Luft rein kam, sämtliche Wände und die Decke mit riesen großen Wassertropfen bedeckt. Das sah irre surreal aus und so war es auch. Auf dem Boden sammelte sich das Alles zu Pfützen.
Nach menschlichem Gefühl - zumindest meinem - ist keine zutreffliche Entscheidung über Feuchtigkeitsmengen und dann noch abhängig von der Temperatur zu treffen. Und noch viel weniger, wenn man nicht dauernd da ist und kontrollieren kann. Sprich: Maschinen sind in manchen Bereichen einfach besser als Menschen, schon alleine dann, wenn sie zum präzisen Messen geeignet sind, objektive Entscheidungen treffen können und vor allem keinerlei Pausen benötigen. Nein, ohne gleich zwei Taupunkte geht da nichts Sinnvolles.
Grüße, picass
Den Taupunkt auszurechnen sollte auch mit einem 8-Bit-er gehen. Das hatte ich schon in den 80er Jahren in Basic gemacht. Ich würde es mit dem Pic mit einer Hochsprache machen z.B. in C. Was hällst Du eigentlich von Entfeuchter - Geräte? Die benötigen allerdings sehr viel Strom?
Zitat von: pic18 in 23.07.2024, 11:44:06 CESTWas hälst Du eigentlich von Entfeuchter - Geräten? Die benötigen allerdings sehr viel Strom?
Du meinst bestimmt "Bau-Trockner". Halte ich soviel von, dass ich vor Längerem einen gekauft hatte. Ist sehr gut, so'n Ding schafft es in wenigen Tagen, einen Keller trocken zu legen. Aber die fressen Strom ohne Ende und dauerhaft ist da nichts. Nach wenigen Tagen Stillstand kommt zumindest in meinem Keller die Feuchtigkeit zurück.
Da isse, die Fertig-Entfeuchtungs-Elektronik! Sie stammt von der Firma ADKO, kostete 110 € und wird fast anschlussfertig geliefert. Benötigt wird nur noch ein Schuko-Anschlusskabel (230 V) und der Anschluss für den/die zu betreibenden Lüfter sind auch noch vorzunehmen. Das Anschließen der diversen Kabel , also wo wie was, ist – sofern man lesen kann – kein Problem. Beim ersten Einschalten gings auch gleich gut los. Der µC ist bereits mit gebrauchsfertigen Daten gefüttert, die kann man anpassen, muss man aber nicht, auch die Uhrzeit und das Datum stimmten.
Die Anzeige wechselt alle 3 Sekunden und freundlicherweise ist auch das ,,Eichen" – wenn man es denn so benennen will- vergleichsweise einfach vorzunehmen. Dabei gilt es zunächst, die 3 Anzeigen für Temperatur, relative Feuchtigkeit und die daraus ermittelte Taupunkt-Temp in Übereinstimmung für beide Sensoren zu bringen. Das Wühlen im Menü und die Veränderungen der angezeigten Werte mit nur 3 Micro-Schaltern geht besser als zunächst befürchtet. Einfach lesen, was da steht, der Blick in die Anleitung sollte schon sein, und dann....
Auf der Platine sitzt unter der Anzeige verborgen als µC ein Atmel Mega 328PB. Dat ist ein 8-Bitter. Es geht also doch alles mit 8-Bittern, sogar die Anzeigen und die vielfältigen Einstell-Möglichkeiten, u.a. noch Ein-Aus-Schaltzeiten in Tag- u. Nachtzeiten und diverses Weiteres .
Noch liegt das Gerät auf meinem Labortisch. Ein Einbau heute käme nicht nur zeitlich nicht mehr hin. Draußen regnet es, morgen wohl eher noch mehr und eine Entfeuchtungs-Schaltung, welche unter diesen Umständen Luft zum Trocknen von draußen nach drinnen blasen würde, wäre was Feines, aber höchsten nur für die Optik. Also wird der Praxistest noch auf sich warten lassen müssen. Wenigstens passt die Steuerung bis jetzt gut auf, denn in der Wohnstube sieht sie bei zwei nebeneinander liegenden Sensoren keinen Anlass für Luft-Transporte. Ach ja, der Sensor ist ein Sensirion SHT31.
Bis jetzt bereue ich nicht nur nichts, sondern finde meine Entscheidung zum Kauf richtig.
Grüße, picass
entfeuchter1.jpgentfeuchter2.jpgentfeuchter3.jpgentfeuchter4.jpgentfeuchter5.jpgentfeuchter6.jpgentfeuchter7.jpg
Knapp einen Monat später:
Der Einbau der Schaltung und des restlichen Materials wie der Sensoren innen wie außen und der beiden Lüfter mit ihrer eigenen Spannungsversorgung war rasch erfolgt, die Anpassung der Steuerungs-Werte ebenfalls. Dann ab in den Urlaub.
Der ,,µC-belastete" erste Weg nach dem Urlaub führte in das alte Haus und die Erwartung war hoch, einen mit frischer und entfeuchteter Luft beglückten Keller vorzufinden. NIX! Die Luftfeuchtigkeit war auf Maximalwert oberhalb von 90% und sehr wahrscheinlich war da nie irgendwas gelaufen. Frust ohne Ende, wobei die Geldausgabe noch nicht mal mit beachtet wurde.
Im heißen Sommer vor 4 Jahren hatte ich für je 20 € zwei große Lüfter gekauft, die in Kellerfenstern sich gegenüber liegender K-Räume installiert und die Lüfter 3 Wochen ohne jedwede Unterbrechung tags wie nachts laufen lassen. Die Folge war Waldluft im Keller und der war rappel-trocken! Na gut: einmal gab es fetteste Wassertropfen im Raum, in welchen die Frischluft rein kam, aber auch nur einmal.
Da ich keinen Arduino programm-mäßig bearbeiten kann, ist nun wieder Schluss. Auf den Winter zu warten, in dem die kalte Luft trockener ist, sehe ich nicht als Lösung. Was tun? Es muss eine nieder-schwelligere Lösung als diese zu keinem Ergebnis führende Taupunkt-Berechnungs-Orgie geben. Ganz sicher gibt es da was, wie mein Riesen-Ventilator-Double bewies. Mit einfacheren Sensoren – es geht ja mitnichten um Präzisions-Mess-oder-Steuerungen – und einfacherem Steuerprogramm einen neuen Anlauf wagen? Zwecks mir könnte – damit das in die Pötte kommt und möglichst bald einsetzbar ist – auf jedweden ,,Komfort" verzichtet werden. Das hieße z.B.: keinerlei LCD-Anzeige mit Darstellung zahlreicher Messwerte, kein ,,Bedien-Menü", und vor allem keine Verrenkungen im Programm. Schlichtens, aber funktionsfähig!
Wer würde mitmachen?
Is klar, jeder hofft, dass der andere die meisten und schwierigsten Teile übernimmt – oder gar fast Fertiges in einer Schublade hat. Selbst würde ich mich vordrängeln wollen, wenn es um das Erstellen einer Platine geht. Im Übrigen wäre es zumindest für mich durchaus sinnvoll, zunächst mit einer Schlichtest-Version zu starten, und dann später bei Bedarf aufzurüsten. Das dürfte dann durchaus zu einer neuen Platine führen. Vielleicht bin ich Krösus, aber angesichts von großflächigem Schimmelbefall im Keller und den abstrusen Preisen, die von professionellen ,,Entfeuchtern" aufgerufen werden oder aber hohen Strompreisen des großen Baulüfters wären Beträge für eine neue PIC-Platine total vernachlässigbar. Beißt jemand an?
Grüße, picass
Mal eine Alternative:
Die Idee, den Taupunkt als Grundlage für das Schalten der Lüftung zu nehmen, ist ja grundsätzlich eine gute. Wie erwähnt hatte ich bei meinen früheren Lüftungen mittels zweier stetig laufender großer Lüfter einmal einen Kellerraum gesprenkelt voll mit fettesten Wassertropfen. Das gilt es natürlich zu vermeiden. Dieses Vermeiden kann mit der Methode wie in der obigen Schaltung erfolgen, indem 2 Temp-Fühler und 2 Feuchte-Fühler (gerne auch in Temp- u. Feuchte-Kombination) installiert werden und dann wird fuchsteufelswild gerechnet.
Dieselbe Wirkung - also Beachtung des Taupunktes - ließe sich gänlich unter Verzicht auf diese 4 Sensoren und den Rechen-Klumpatsch erreichen, indem man schlichtweg überprüft, ob der hereinströmenden Luftstrom eine Niederschlags-, rsp. Befeuchtungswirkung hat oder aber nicht. Man kennt es aus Badezimmern: länger heißes Wasser in Badewanne oder Dusche laufen lassen und der Spiegel verändert drastisch seine Funktion.
An diese Art der Prüfung trauen sich die Profis wie im Beitrag in der Zeitschrift "make:" und auch diejenigen in der genannten Firma, von welcher meine obige Fertigschaltung stammt nicht ran: wäre zu aufwendig !
Da habe ich gerade mal einen ersten Anlauf genommen und eine normal-helle LED auf eine Kupferfläche strahlen lassen. Ein Haudegen wie der BPW34 misst dann 'ne Runde. Im allerersten Anlauf lag die "Trocken-Spannung" bei 4,84 Volt, nach dem Auftragen von Wasser und auch nur mit einfachem Anhauchen war die "Feucht-Spannung" dann 4,94 V und drüber. Also ein Spannungsunterschied von 0,1 Volt, der sich sicherlich auswerten lassen würde.
Gettz gibt es natürlich Hinterfotziges: eine Kupferfläche würde nach nicht allzu vielen Tagen "anlaufen". Da müsste dann in Abständen gereinigt und ggf. neu justiert werden. Aber für einen allerersten Versuch finde ich das nicht schlecht, immerhin könnte so eine Schaltung auf jedwede (andere) Sensoren verzichten und gerechnet werden müsste eh' nichts.
Andere Materialien wie Glas wäre natürlich auch möglich. Da denke ich z.B. gerne an die in Autos verwendeten Sensorschaltungen, welche an der Windschutzscheibe von innen den Feuchtebeschlag - z.B. Regen - außen messen und das sehr zuverlässig. Da wird gerne mit Mehrfachreflexion im Glas gearbeitet. Wäre ein interessantes Experimentierfeld.
Diese Art der Feuchte-Überprüfung muss und sollte auch nicht dauernd laufend. Alle 10 min mal für ein paar Sekunden würde reichen.
Grüße, picass
feuchtefühler1.jpg
Möglicher Kommentar vorweg: es scheint so, als ob man manchmal nur eine ernste Ansprache halten muss.....! >:(
Bin ja gerade beschäftigt, für die scheinbar nicht arbeitende als Fertigprodukt gekaufte Lüftungs-Elektronik (s.o.) einen Betriebsstundenzähler zu schaffen, um einen Nachweis für die Nichtfunktion zu haben. Is klar, was gettz kommt....oder ?!
War heute Vormittag mal wieder in dem abgelegenen und einsamen Haus gewesen, nur um den Grasmäh-Robbi anzuwerfen und zur allgemeinen Kontrolle. Und TUSCH !!! : im Keller werkelte die Lüftungsanlage!!! Das Display wies einen Temp-Unterschied von 3° C für die Innen-Taupunkt-Temp aus und das scheint wohl notwendig zu sein, um dat Ding zum Löppen zu bewegen.
Allseits runde Augen: die Luft im sonst muffig, feuchten Keller ist bereits durch frische Waldluft ersetzt - das Grundstück liegt direkt am Wald - , und die Feuchte, welche sonst immer oberhalb von 90% lag, ist auf ca. 75 bis 78% - je nachdem, welcher Anzeige man Glauben schenken möchte: es ist auch noch ein "normaler" Feuchtemesser im selben Kellerraum aufgehängt - gesunken.
Jetzt, aber auch wirklich erst jetzt wird vollends klar, wie und wann und warum - wenn nicht - diese Schaltung arbeitet: zum Verständnis muss man zunächst seine eigenen Empfindungen und vor allem Wunschvorstellungen abschalten und ganz besonders die Gefühle, also vor allen Dingen: was feucht wäre, außen vor lassen. Was schwer fällt. Denn die Sommerhitze scheint ja zum Trocknen bestens geeignete Luft zu enthalten. Wenn meine Frau mich mal wieder zwang, den Korb mit nasser Wäsche auf die sonnen-gestrahlte Terasse zu tragen, und die W. dann nur ein wenig Zeit dort auf'm Ständer verbrachte - is sowieso klar - : dann ist alles trocken. Aber dieselbe Luft muss offensichtlich mitnichten geeignet sein, einen hoch-feuchten Keller zu trocknen. Das will man so nicht akzeptieren wollen, muss man aber, wenn man der Schaltung kein Unrecht antun will. Die arbeitet nur einige Gesetze der Physik ab, für die falschen Erwartungen der Kundschaft kann sie nichts.
Also nun werden die Nächte schon mal kühler und das war der Startpunkt! Ab jetzt läuft die Anlage und wenn die allerhöchste Feuchtigkeit erst mal raus ist, wird es auch immer leichter...., da gibt es - wie man der Taupunkttabelle entnehmen kann - einen positiven Teufelskreis, also einen Engelskreis.
Nun also Frieden geschlossen mit dem gekauften Produkt! Das Prob des überfeuchteten Kellers müsste und dürfte damit in "trockenen Tüchern" sein. Ich lasse diesen Fred aber noch offen, rsp. kennzeichne ihn nicht als "erledigt", denn es gibt über die nächsten Monate sicherlich schon noch Gründe zur Beobachtung.
Damit sind natürlich auch jüngst wieder aufgelebte Überlegungen, doch selbst mit einer solchen Schaltung oder einem Alternativ-Gerät - via echter Taupunkt-Beobachtung a la Regensensor in Kfz's - die Misere zu beseitigen, obsolet gworden. Gettz erst mal Entspannung und Freude...., nach all dem Frust muss das mal sein.
Grüße, picass
warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft, somit enthält auch die warme Luft mehr Feuchtigkeit bei gleicher rel. Feuchte. Deswegen ist kalte trockene Luft am Besten zum Entfeuchten geeignet.
Da dieses Keller-Entfeuchtungs-Gerät nun die regelmäßige Arbeit aufgenommen hat, noch drei Hinweise für die Anschaffung, rsp. den Betrieb.
Um eine gute Durchlüftung zu erreichen, sind ja zwei Lüfter notwendig, die möglichst in sich gegenüber liegenden Bereichen des Hauses/ des Kellers installiert sind. Normal vorgesehen ist der Anschluss von handelsüblichen 230-V-AC-Lüftern. Wenn man nicht aufpasst (Angebote), dann kosten die gerne 75 €....... pro Stück! Auch aus anderen Gründen habe ich andere Lüfter installiert, nämlich 12 cm Gehäuselüfter, welche eigentlich für Computergehäuse vorgesehen sind. Natürlich sollte man solche mit echtem Kugellager bevorzugen. Meine Wahl fiel zudem auf 24 Volt DC-Versionen. Ein ordinäres Netzteil mit nur gesiebter, aber nicht stabilisierter Spannung sorgt für Elektronen-Nachschub. Da hatte ich zu einem 12 Volt-Trafo gegriffen. Letztendlich liegt die Spannung im Betrieb aber bei ca. 17 Volt. Damit laufen die L's noch langsam, zudem leise und werden auch länger halten.
Löcher in die Hauswände bohren, um die Lüfter einsetzen zu können? Oder etwa die teure Aluminium-Kellertür mit Bohrlöchern perforieren, um irgendwie da einen 12 cm-Kreis rein zu bekommen? Dieses Prob dürfte für viele zunächst eine unüberwindliche Hürde sein. Es geht aber auch niederschwelliger, wenn man dem Tipp aus dem oben genannten Artikel in der ,,make:" 1/2022 folgt. Voraussetzung ist, dass in den passenden Bereichen je ein Kellerfenster installiert ist.
Wenn da nicht gerade neue, teure Dreifach-Verglasung drin sitzt, sondern es sich – wie es die Regel sein dürfte – um Altbauten mit dem Feuchte-Keller-Prob handelt, dann wird schlichtweg pro Fenster eine Glasscheibe geopfert. Die kann man – wenn man kann, Anleitung siehe Artikel – vorsichtig ausbauen. Sonst halt raus hauen und dann stattdessen eine Acrylglasscheibe einsetzen. Die lässt sich im Baumarkt passgenau zuschneiden. In Acrylglas je ein 12 cm-Loch rein zu arbeiten, ist auch für wenig geübte Handwerker möglich: Kreis anzeichnen, innen dicht am Kreis längs mit Bohrer viele Löcher anbringen, die dünnen Trennstege durch schneiden und fettich is der Lack, zumal hier keinerlei Präzisionsarbeit gefragt ist.
Weil der Betrieb an den heißen Sommertagen nicht klappte, kam ich nach etlicher Zeit auf den Gedanken, die im Lieferzustand voreingestellten Betriebszeiten zu ändern. Die sahen vor, Betrieb von 6 Uhr morgens bis 20 Uhr abends und nachts nichts. Das änderte ich zum Betrieb ,,rund um die Uhr". Und da die Nächte inzwischen kühler sind als noch vor einem Monat, klappt es nun. Die Lüfter sind derart leise, die würden nicht mal im Schlafzimmer den Schlaf stören.
Grüße, picass
Die Schaltung muss sich natürlich im praktischen Betrieb bewähren..., is klar.
Weil ich die nur sehr selten tatsächlich habe "laufen" sehen - also das Laufen der Lüfter beobachten konnte - , hatte ich ja den in einem anderen Fred vorgestellten Betriebsstundenzähler als Wachhund in der vergangenen Woche eingesetzt. Und der hat tatsächlich gewacht und vermeldete heute, also 5 Tage später, dass die Lüfter 3 Stunden und 45 Minuten in Betrieb waren.
Ist ja nett und führte auch dazu, dass die Luft im Keller irgendwie angenehm "riecht" und keinesfalls mehr muffig, aber.....
Aber wenn man sieht, welche Mengen an Wasser der bislang zum Einsatz gekommene professionelle Baustellen-Entfeuchter ansammelte, dann ist leicht zu sehen, dass dieses bißchen Gefächel nicht ausreicht, um einen feuchten Keller wirksam trocken zu legen. Das sagen auch die installieren Messgeräte: die Feuchtigkeit stieg nach erstem, aber nur kurzen "Erfolg" wieder an und liegt in der Regel in der Nähe von 90%.
Dabei war es in den letzten Wochen und Tagen vielfach heiß und mindestens warm und es gab viele Tage mit Sonnenschein.
Das bringt mich zu dem Kommentar, dass diese Schaltung in der jetztigen Auslegung nicht geeignet ist, für eine zuverlässige Trocknung zu sorgen. Auch bezweifle ich so langsam das gesamte Konzept, welches auf der Ausnutzung einer speziellen Formel für die Taupunktberechnung basiert. Formel hin und her, Taupunkt oder sonst welcher Punkt: wenn es im Sommer im Handstreich möglich ist, quatsch-nasse Wäsche rappel-trocken zu bekommen, muss das in irgendeiner Modifikation auch mit Kellern möglich sein. Dabei verweise ich auf meine Erfolge vor ca. 3 Jahren, als ich zwei große 230-Volt-Gebläse installiert hatte und die 3 Wochen tags wie nachts ohne Pause durch laufen ließ. Damals war es ein schweineheißer Sommer. Es geht also.
Gettz könntet ihr mal helfen und 'ne Runde mit denken, wie man dieses Prob nochmal neu angehen könnte. Die großen Lüfter habe ich noch, aber inzwischen ist mein Aufwand für eine weniger brutale Lösung und stattdessen mit µC-Hilfe und kleineren Lüftern, für die ich extra die Glasscheiben aus zwei Fenstern raus nahm und sie durch Acrylglas-Scheiben ersetzte, so groß, dass ich doch gerne auch mit diesen Mitteln Erfolg hätte.
Ein möglicher Weg wäre natürlich, einen PIC zu verwenden. Bei dem könnte man wenigstens die Betriebsparameter selbst einstellen, was mir bei dem Arduino nicht möglich ist. Aber dafür bräuchte es viel Mathematik-Anwendung und die dazu passenden, zuverlässigen und erwiesenermaßen funktionierenden Mathe-Routinen.
Oder sonst 'ne gute Idee.
Grüße, picass
Hi picass
Frage: Wohin geht die Abluft?
Wenn ins Freie - woher kommt die nachfliessende Frischluft?
Wenn von draussen, ist diese bestimmt wärmer als die im Keller.
Dann muss die absolute Luftfeuchte, also der tatsächliche Wassergehalt/m^3 der Aussenluft jedoch deutlich geringer sein, als die der Kellerluft. Die relative Luftfeuchte ist da wenig hilfreich.
Kellerluft auheizen - verringert die rel. Feuchte, Keller wird trockener - wohl kaum praktikabel?
Oder den Wasserdampf in der Kellerluft einfach kräftig zu kondensieren und das Kondensat zu sammeln/ins Freie zu verbringen (lt. Wikipedia ca. 300W/10kg Kondensat)
Z.B. mit (umgebautem) Kühlschrank bei offener Türe :-) oder Peltier-Element (hoher Strom bei rel. niedriger Spannung).
Absorpionstrocknung-Kellerluft streicht durch ein stark hygroskopisches Material.
Soweit mal mein Denkansatz, überlege aber weiter.
Ottmar
ZitatMathematik-Anwendung und die dazu passenden, zuverlässigen und erwiesenermaßen funktionierenden Mathe-Routinen.
das wird mit Assembler schwierig werden. Mit einer Hochsprache z.B. in C ginge es. Ich hatte schon vor 40 Jahren auf den C64 den Taupunkt ausgerechnet in Basic.
Zitatwenn es im Sommer im Handstreich möglich ist, quatsch-nasse Wäsche rappel-trocken zu bekommen
Das Problem ist, wenn du die warme Sommerluft in den Kalten Keller bläßt, dann kondensiert das Wasser an der Kalten Wand und Du hast noch mehr Feuchte. Deswegen ist der Taupunkt so wichtig.
Zitat von: Ottmar in 07.09.2024, 19:34:45 CESTWohin geht die Abluft? Wenn ins Freie - woher kommt die nachfliessende Frischluft? Dann muss die absolute Luftfeuchte......deutlich geringer sein, als die der Kellerluft.
Kellerluft auheizen - oder Peltier-Element
Das mit rechteckigem Grundriss gebaute Haus verfügt an beiden Stirnseiten über je 2 Kellerfenster. An der Westseite - überwiegende Windrichtung - liegt der ansaugende Lüfter, auf der diagonal gegenüberliegenden Ostseite liegt der ausblasende Lüfter. Der Ansaugende liegt nicht direkt im Freien, sondern in einem oben abgedeckten Lichtschacht, welcher jedoch genug Luft durchlässt. Im Keller herrschen im Sommerhalbjahr nahezu immer 17° C.
Keller aufheizen..., das ist wohl ein Stichwort, denn das dürfte bei dem Zwangsbetrieb mit den beiden dauernd gelaufenen großen Lüftern vor 3 Jahren so gewesen sein. Die irre Luftstrom und die viele heiße Luft hatten offenkundig ohne Rücksicht auf Formel-Feinheiten sämtliche Feuchtigkeit weg gepustet, auch die aus den Wänden. Seufz...
Peltier-Element (PE)....., das Prinzip ist was physikalisch ganz Feines! In irgendeiner Grabbelkiste müsste so ein Teil auch noch rum liegen. Es war allerdings nur ein wenige Quadratzentimeter groß. Im Prinzip klasse: PE und Solarmodule auf dem Dach und das abtropfende Wasser wird problemlos abgeführt in vorhandene Entwässerungsöffnungen! Aber wenn die Preise für PEs nicht fundamental anders sein sollten als dunnemals, dann würde es vieeel zu teuer. Muss mal nach aktuellen Preisen schauen.
Im Moment wäre mir eine Lösung mit einem µC, dessen Prog ich weitestgehend selbst erstellen kann, am liebsten. Das könnte ein 8-Bitter PIC sein, wenn es gelingt, die gleich anfangs in diesem Fred vorgestellte Formel abzuarbeiten und vor allem die Einbindung der Sensoren mit ihrem Datenprotokoll zu schaffen, das könnte auch ein 32-bittiger PIC sein - so einer liegt hier ja rum -, der sich in Basic programmieren lässt oder so'n Pico" - auch in Basic.
Wenn ihr mir zu einem einzigen, ersten und ohne das tagelange Gestolper wegen der Initialisierungs-Riten funktionierenden Basic-Prog - z.B. mit "hello world" verhelfen würdet, dann könnte ich mir auch das vorstellen. Die "Initialisierungs-Riten" sind für mich die allergrößte Hürde.
Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, den Taupunkt rein physikalisch zu ermitteln via Lichtbrechung an einer Glasscheibe z.B., die sich bei Betauung ändert.
Bin überzeugt, dass mit einem µC, dessen Parameter man selbst einstellen kann, in Kombination mit kräftigerer Lüftung (mehr Lüfter, höhere Spannung) zum gewünschten Ergebnis kommen kann. Die jetzige fertige Schaltung ist viel zu konservativ ausgelegt.
Eventuell auch den Außenfühler von der Westwand des Hauses verlegen? Zu dessen Schutz habe ich zwar ein Blech drüber montiert, welches ihn vor Regen und auch direkter Sonnenbestrahlung schützt, aber immerhin sitzt er an der Westwand, welche nachmittags von der Sonne beschienen wird.
Anregungen welcher Art auch immer sind willkommen, ein "hello-world"-Prog für den PIC170F256B-50 wäre was ganz Feines.
@pic18 : traust du dir zu, dein damaliges Basic-Prog umzuschreiben auf PIC-Speech?
Grüße, picass
Hi picass
Ich nehme auch Bezug auf den vorhergehenden Beitrag vn pic18.
Ein genaues Zeitinterval kann mittels Interrupt erreicht werden. Dann hängt die Genauigkeit nur von der verwendeten Zeitbasis ab (INTOSC / Quarzoszillator).
Beispiel:
Zeitbasis 4MHz, ISR-Intervall 4ms (4000us)
TMR0 als 8Bit-Counter
1 working cycle (wc) = 1us
TMR0-Prescaler: 4000us/256 = 15,625 nächsthöherer Wert =1:16
TMR0-Preset: 259-4000us/16 = 6
Indem jedoch die ISR aufgerufen werden muß,, was wohl mindestens 2 wc erfordert, wird wohl der Preset bei 7 liegen und der genaue Abgleich erfolgt mit einigen 'nop' (1wc)-Befehlen.
Im beiliegenden Code (für den 18F14K22 geschrieben) findest Du ein Beispiel dazu, allerdings für 8MHz, was sich aber nur im Prescaler 1:32 von obigem Rechenweg unterscheidet. Dort werden die Zeiten s, min, Std und Tag generiert.
mfG Ottmar
picass,nochmals ein Gedanke:
Woher kommt die Feuchtigkeit? Dringt diese durch die Wände oder gar die Bodenplatte ein? Wenn das so sein sollte, könnte dies zu einem Kampf gegen Windmühlenflügel werden, solange der Nachschub an Feuchtigkeit nicht wirksam unterbunden werden kann.
Wohl nicht hilfreich, aber vielleicht mitteilenswert:
Habe mehr als 25 Jahre in einem alten Schuhaus gewohnt. Kellerboden mit Sandsteinplatten, Kellermauern aus Sandsteinquadern, im Boden eine Öffnung in welcher stets mit klares Wasser vorhanden war.
Der Keller war durch Lüften nie trocken zu bekommen, alles hat gegammelt, gerostiet. Erst als daneben eine Rathauserweiterung mit tiefer Baugrube durchgeführt wurde, begann der Keller zu trocknen. Der Bauleiter den ich beim Modellfliegen immer wieder getroffen habe meinte, dass da wohl das Grundwasserr durch den erwähnten Neubau abgeschnitten oder umgelenkt worden sei.
Rechnen mit Assembler:
Jede kompliziert erscheinende Formel, wohl auch log(x), auch solche mit verschachtelten Klammern, kann wohl in Additition, Subtraktion, Division oder Mulltiplikation aufgelöst werden. Dezimalbrüche lassen sich durch Multiplikation mit 10^x zu integerzahlen umwandeln. Man muß lediglich den 10^x-Faktor bereücksichtigen, ist so ähnlich wie das Rechnen mit dem Rechenschieber.
Die genannten Rechenarten sind in Assembler stets durchführbar. Selbst wenn viele Arbeitszyklen notwendig sein sollten, kann die Rechenzeit durch erhöhten Prozessortakt ausgeglichen werden. Das hat bei mir schon mit dem 16F1827 bei 32MHz funktioniert.
Eine gute Quelle für ASM-Codebeispiele der o.g. Rechenarten, die ich selbst auch schon verwendet und mit Erfolg erprobt habe, findet sich bei www.piclist.com. Dort gibt es bis zu 32Bit-Versionen der genannten Rechenarten.
Zitat von: Ottmar in 08.09.2024, 12:03:48 CESTWohl nicht hilfreich, aber..... :
..... im Boden eine Öffnung.....
..... Keller war durch Lüften nie trocken zu bekommen
WIEDERSPRUCH , euer Ehren !
Jeder Gedanke zu dieser Thematik hilft und sei es "nur" zur Klärung der (Rand-) Bedingungen.
Aber vorher kurz zur Taktgenerierung. Ist evtl. auch Geschmackssache. Mir widerstrebt es, die Power eines µC's zu missbrauchen und den
überwiegend mit so was Langweiligem wie dem Abarbeiten von Zeitroutinen zu beschäftigen. Und dann noch extra dafür eine IRQ-Routine zu implementieren, ne, geh mir wech'! Hätte ich nicht dieses alte Uhren-IC in der Grabbelkiste gefunden, hätte ich die 230-V-AC-Frequenz genutzt.
Gettz zum Feuchten! Beides! Das Wasser kommt hauptsächlich von unten, das hatte ich weiter oben ja beschrieben in der Entwässerung mittels Pumpe, welche via ein in den Boden führendes Stahlrohr stattfindet. Aber es gelangt mit Sicherheit auch etliche Feuchtigkeit an einigen Stellen durch die Seitenwände. Und sonst?
Sonst hast du mich mit einem Neben-Wort derart angefixt, dass ich gleich mal 'ne Runde Einkaufen gehen werde: Peltier-Elemente (PE) ! Hatte im Inet geschaut und tatsächlich sind auch heute noch in der Regel so kleine Quadrate mit z.B. 3 cm im Quadrat und geringer Watt-Leistung nicht gerade umsonst. Aber es gibt z.Z. bei Polling günstig erscheinende Angebote. Den Gedanken, dass unten im Keller eine oder zwei Metallplatten hängen, die so gekühlt werden, dass das Wasser nur so runter tropft und oben auf dem Dach sitzt ein Solarmodul, welches die dafür nötige Energie liefert, finde ich faszinierend. Ich werde das einfach mal ausprobieren. Weiß nicht, welche Kühltechnik in meinem professionellen Bautrockner sitzt, aber theoretisch sitzen da ja evtl. auch solche PE's drin, die gibt es auch als 230-V-Version. Und überhaupt - wer sagt denn, dass man sich auf eine einzige Technik zur Entfeuchtung kaprizieren muss?! Gerade in der Zeit, in welcher offenkundig die Taupunkt-Klamotte versagt, wenn zwecks brutaler Sonneneinstrahlung im Sommer die Luft zu heiß und zu feuchtigkeits-schwanger ist, gerade dann könnten PE's glänzen.
Riskiere gleich mal wieder Risikokapital. Ungeklärt ist noch die Kühlfläche, es müsste ein größeres Metall-Blech sein und Kupfer wird wohl etwas zu teuer werden.
Die Sache mit µC's ist deswegen in keinster Weise außen vor. Im Gegenteil ist mir eben was Merkwürdiges gelungen. Hatte vor ca. 2 Jahren durch Anregung hier im Forum eine Version des "Micro-Basic" Programms, rsp. dieser Programmierumgebung vom Hersteller "micro-electronica" geladen. Das gibts zunächst umsonst, ist aber in dieser Version auf irgend'ne Prog-Größe begrenzt. Aus nicht mehr bekannten Gründen hatte ich das aber kurz drauf gleich wieder abgebrochen. Und nu' wieder aufgerufen. Potzblitz..., mit einem der mitgelieferten Beispielprogs - is klar, hat was mit blinkender LED zu tun - gelang es, die ersten Hürden zu überwinden. Sogar das Umswitchen auf "meinen" PIC18F14K22 gelang. Und dann habe ich gestaunt. Nachdem ich ein wenig und ohne Überzeugung nur so mal "aus Spass" einen Debugger aufgerufen hatte, gelang es, quasi einen Software-Simulator in Betrieb zu nehmen, sogar die Einzelschritt-Taste F7 war die gleiche wie bislang bekannt!
Jetzt wäre nur noch zu klären, wie das Prog in einen PIC gelangen kann. Ein Hex-File habe ich noch nicht ausgemacht, das ließe sich natürlich einfach mit der MPASM IPE programmieren. Es gibt wohl ein .asm File wie beim MPASM X. Ob man das verwenden kann, weiß ich noch nicht.
Das Rechnen mit Assembler steht auch auf der Agenda. Da bin ich einfach viel zu neugierig, ob sich das nicht doch bewältigen lässt. Zumal die aufgewendete Rechenzeit völlig unerheblich ist. Selbst wenn so'n 8-Bitter-PIC eine Viertelstunde für ein verwertbares Ergebnis bräuchte, wäre das immer noch fix genug.
Gettz ab zum PE-Kauf!
Grüße, picass
Zitatindem jedoch die ISR aufgerufen werden muß,, was wohl mindestens 2 wc erfordert
@Ottmar, so ähnlich hatte ich es früher gemacht ist aber zu ungenau. Heute stelle ich den Timer fest ein. Im Interrupt zähle ich einen festen Wert hinzu um mit geraden Zahlen zu arbeiten, sobald ein Wert von x überschritten wird dann ziehe ich die eine gerade Zahl für z.B. 100ms ab. Also ich stelle nicht auf Null. Somit habe ich nach einer gewissen Zeit eine Korrektur. Wenn die 100ms erreicht sind setze ich eine Flagge. Da ich den Interrupt recht kurz halten will zähle ich die Sekunden usw im Hauptprogramm zusammen wenn die Flagge erreicht ist. (Es darf natürlich hier die Schleife nicht zu lange sein)
Ich kann dadurch noch andere Abläufe im Interrupt ausführen. Mein Hauptprogramm ist natürlich viel komplexer. Ich frage hier viele Temperaturfühler ab und habe etliche Schnittstellen. Auch habe ich Internetzugang, wo ich die Werte herausschicke und auch Einstellungen vornehmen kann. Ich hole mir auch die Internetzeit vom Server.
Zitat von: picass in 08.09.2024, 17:58:15 CESTJetzt wäre nur noch zu klären, wie das Prog in einen PIC gelangen kann. Ein Hex-File habe ich noch nicht ausgemach
Unter der Voraussetzung, dass die Pfade im Projekt richtig sind, sollte sich nach dem Kompilieren eine *.hex- Datei mit dem Namen der Programmdatei im gleichen Verzeichnis befinden.
Ansonsten einfach mal den Dateimanager suchen lassen...
Gruß
PICkel
Danke, PICkel, ich probiere es morgen aus.
Gestern noch hatte ich 4 Stück Peltier-Elemente (PE) aus dem Angebot bei Pollin bestellt. Deren Betriebsspannung von 15 Volt lässt vermuten, dass die aus dem Automobil-Sektor stammen. Gettz kommen gänzlich neue und µC-untypische Arbeiten daher: so'n PE produziert ja nicht nur Kälte - leider. Genau genommen produziert der gar nichts, sondern verschiebt nur. Also Kälte gibts nur, wenn auf der Gegenseite Wärme "entsteht". Und die muss weg..., so ein bißchen pusten reicht nicht. Also fetter Kühlkörper drauf und den dann bepusten. Da so'n PE nur wenige Millimeter dick ist, wird das zu einer logistischen Herausforderung, schließlich müssen Kälte und Wärme schon irgendwie getrennt werden, sonst wirds 'ne Null-Nummer. Da muss ich mir noch irgendeine Konstruktion einfallen lassen.
Grüße, picass
Die Peltier-Elemente sind da und natürlich wurde gleich ein erster Versuch gestartet. Und auch gleich eine Ernüchterung abgeholt. Jeder der vier Elemente ist angegeben mit 15 Volt und 34 Watt. Um schnell irgendeine Aussage zu erhalten, wurde ein Element - bestrichen mit Wärmeleitpaste - etwas provisorisch zwischen zwei Kühlkörper geklemmt. Bei einem halben Ampere und ca. 3 Volt stellt sich eine deutliche Wärmetrennung auf den beiden Kühlkörpern ein. Bei 1 A und ca. 6 Volt wars auch noch so, aber bei vermeindlicher Erhöhung der Leistung und dann bei 1,5 A und ca. 8 Volt wars vorbei mit lustig: beide Seiten wurden warm.
Da war der Arbeitspunkt schon überschritten, aus welchen Gründen auch immer. Entweder Kühlkörper für die warme Seite zu klein, es war aber auch noch kein Lüfter davor gesetzt oder der Wärmeübergang bei der sehr provisorischen Befestigung war unzulänglich.
Das Wichtigste aber: im gefühlt wirklich kalten Zustand eines der beiden Kühlkörper konnte ich keine Kondensation beobachten, nicht mal eine klitzekleine, geschweige denn, dass das Wasser da nur so runter strömte.
Kaum begonnen, auch schon wieder vorbei? Die Dinger sollen ja einen schlechten Wirkungsgrad haben. Meine Hoffnung war, dass die kalte Seite halt Kondensieren möglich machte. Warum das in diesem ersten, einfachen Test nicht funktionierte......?
Auch bei der installierten Entfeuchtungs-Elektronik gibts nichts Berauschendes!
Gestern war ich mal wieder zur Kontrolle dort und war völlig überrascht, dass die Anlage lief. Das war tagsüber in der warmen Zeit so gut wie nie vorgekommen. Aber nun ist es sehr deutlich kälter draußen und gestern waren es so ca. 12 bis 14 ° C. Da errechnete der µC einen um 4° C höheren Taupunkt für innen als für draußen. Und dann liefen die Lüfter und pumpten Luft von draußen mit 86° Luftfeuchte rein!!!
Immer mehr komme ich zu der Auffassung, dass diese krude Formel diverse "Schönheitsfehler" hat. Im Keller herrschten die üblichen 17° C und wieder mal 90% Feuchte. Ist ja toll, wenn der µC sich was zusammen rechnet und taupunktmäßig sein "Ahmen" abliefert. Aber Luft von draußen nach drinnen mit 86% Feuchte....? Wozu soll das gut sein?
Grüße, picass
peltier.jpg
Nach dem ersten Schnellschuss gestern, der auch prompt deutlich neben das Ziel traf, heute der zweite, besser vorbereitete Anlauf. Da wurde gleich an mehreren Schrauben gedreht. Zunächst stellte ich nach dem Demontieren des Schnellschuss-Gerätes fest, dass zwecks nicht ebener Fläche am Kühler mehr als ¼ des Moduls nicht gekühlt waren. Was dann auch das rasche Erreichen des Umkehrpunktes der Funktion erklärte. Heuer.....
- das Peltier-Element wurde nun mittels Schrauben vernünftig eingepresst. Die Kühler waren auch besser präpariert, eine nicht gekühlte Stelle konnte vermieden werden;
- hochwertige Wärmeleitpaste;
- der Heiß-Kühler bekam einen Lüfter vorgesetzt;
- die beiden Thermo-Bereiche wurde getrennt und damit auch etwas voneinander isoliert;
- die Versuchsanlage wurde aus meinem Arbeitsraum, welcher quasi wie ein Wohnraum beheizt ist, in einen ,,echten" Kellerraum – der meinige ist auch einer – verlegt, in welchem es deutlich kühler und vor allem auch feuchter ist.
Und nun klappt es auch mit dem Kondensieren! Aber gleich wieder Stopp: nein, zum Wasser-Sammeln reicht das Ergebnis nicht. Aber die Kondenswasserbildung ist eindeutig und der Holz-Werktisch, auf dem alles stand, handelte sich zumindest einige wenige Tropfen ein. Dieses Ergebnis macht nun Mut und es erscheint sinnvoll, die nächste Eskalationsstufe zu zünden. Eskalation ist keine schlechte Wortwahl, ab nun wirds aufwendig, denn es muss erst wieder Geld ausgegeben und ein größeres Arrangement vorgenommen werden:
- natürlich sollen nun alle 4 Module in Betrieb gehen;
- die heute noch sehr geringe Leistung von 2,2 Volt mal 0,5 A, also gerade mal ein gutes Watt, soll doch spürbar gesteigert werden;
- größere Kühler sollen mehr Wärmetransport ermöglichen, rsp. mehr Fläche den erhofften Wasserfall generieren;
- die Anlage wird in dem wirklich feuchten Keller im fernen Althaus aufgebaut. Dort ist mehr als genug Feuchtigkeit in der Luft, deutlich mehr als in meinem Keller hier.
Die heiße Abteilung bekam ja heute einen Lüfter vorgesetzt. Dessen Wirkung war frappand: konnte man bislang bei jedem Einschalten des Versuchsequippments ohne Kühler einen raschen und erheblichen Rückgang des eingestellten Stromes sehen, stieg der Strom kurz nach dem Einschalten des Lüfters wieder an. Beste Hitzeabfuhr ist offenkundig Grundvoraussetzung für ein Ergebnis. Der Gedanke, diesen schicken Effekt auch auf der anderen Seite zu nutzen, indem mehr Luft auch mehr Feuchtigkeit mitbringt und entsprechend gibts Landregen, entpuppte sich jedoch als reine Theorie: der Kaltlüfter blies den schon angefeuchteten Kühler auf seiner Seite fix trocken! So also nicht.
Jetzt muss ich erst mal über geeignete Kühler nach grübeln. Zum einen, weil die teuer werden, und zum anderen: der auf der Heißseite wird vermutlich dann sein beste Wirkung haben, wenn die Lamellen zahlreich und lang sind. Bei dem Kalten bin ich mir da nicht mehr so sicher, nachdem der KaltLüfter alles trocken geblasen hatte. Gaaaanz viele und lange Rippen nehmen auch entsprechend viel Wärme auf. Anders formuliert: wenn sich eine bestimmte Menge an ,,Kälte-Energie" auf einen Riesenkühler verteilt, wird die ,,Kälte-Konzentration" mit der Menge der Kühlfläche abnehmen. Kurz: ein kleiner Kühler wird sicher schweinekalt, ein riesiger nur lau-kalt. Richtig gedacht? Wie gesagt, erst noch 'ne Runde grübeln.
Übrigens hatte ich mal in einem anderen, großen Forum kurz geschnüffelt, was den Jungs dort bislang so gelungen war. Überraschung: nichts ! Habe nicht alle Beiträge gelesen, aber bei denen in den letzten Jahren war kein einziger dabei, der da was gebacken bekam. Kann natürlich sein, dass mein Bemühen auch so endet, aber falls nicht, wäre das ja 'ne nette Nebensache.
Wegen der notwendigen Kühler-Bestellungen und des Beginns des Wochenendes wird es erst in ein paar Tagen weitergehen. Über Anregungen oder Statements würde ich mich freuen!
Grüße, picass
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...ist nur ein Gedanke:
Wenn die von der Kondensatseite abgekühlte (nun auch etwas trockenere Luft) über die heiße Seite geleitet wird, ist wohl der Kühleffekt dort noch etwas besser und damit auch der Wirkungsgrad. Das wird aber nicht ohne Gehäuse funktionieren.
Zitat von: Ottmar in 13.09.2024, 17:56:54 CEST...ist nur ein Gedanke.....
Aber ein Kreativer!
Wenn......, also wenn die nächste [Eskalations-] Stufe das Projekt beflügeln sollte, dann muss für den engültigen Aufbau ein ziemlicher Aufwand getrieben werden. Da wäre z.B. erwähnenswert, dass es letztendlich um das Produzieren von Wasstertropfen geht. Und die müssen weg. Also muss "unten" irgendwas zum Auffangen und Sammeln montiert werden. Zudem ist laut Artikel in der Wikipedia eine Trennung zwischen Heiß-u.Kaltseite notwendig und möglichst auch noch eine Isolierung. Da wäre unten eine Luftumleitung theoretisch möglich und vielleicht auch nicht so kompliziert. Aber......, da spielen ja auch noch die Lüfter eine Rolle. Bislang sind bereits vorhandene L's vorgesehen und das sind ganz normale PC-Gehäuse-Lüfter, also Lüfter rund und mit 12 cm DM, Gehäuse eckig. Wenn man deren Luftansaugung nutzen wollte, müsste schon ein recht großes Gehäuse montiert werden, um die kalte Luft zwangsweise den Lüftern zuführen zu können. Diese Lüfter habe ich auch ausgewählt, weil sie mit sehr wenig Energie zu betreiben sind. Ob der auch finanzielle Aufwand für ein großes Gehäuse aus z.B. Plexiglas sich rechnet, ist auch noch 'ne Frage.
Habe gestern 8 Kühlkörper bestellt, übliche schwarze Alu-Rippenkühler mit 10 cm Länge/ 7,5 cm Breite/ 4 cm Rippenhöhe und diese Rips durchgäng auf einer Seite angebracht.
Danke für deinen Tipp.
Grüße, picass
Ein Prob bei der "Weiternutzung" der Kaltluft ist mir noch eingefallen: während auf der Heißseite der Luftstrom möglichst groß sein sollte, um eine wirksamere Hitzeabfuhr zu erreichen, ist auf der anderen Seite - wie mein Test gestern s.o. ergeben hat - ein virulenter Luftstrom kontraproduktiv: der trocknet! :-\
Also sollte auf der Kaltseite die Luft "freiwillig" ran- und nachströmen. Die runterfallende Luft ließe sich sicher unten in einem großen Behälter auffangen. Aber wenn dann aus dem nachhaltig abgesaugt wird, gerät doch wieder ein Teil des Luftstromes auf die Kalt-Kühler. Da müsste man erst mal ordentlich in Sachen Thermik investieren....!
Bei diesen Überlegungen fiel mir ein, dass es noch ein weiteres, wirksames Konzept gibt, die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit raus zu fischen: Flechten !
Gesehen auf den Kanarischen Inseln, z.B. auf La Palma und Teneriffa, sicher auch auf Gran Canaria. Dort jeweils auf der Nordseite kommt von Norden her, was die überwiegende Windrichtung dort ist, der Passat an und schiebt die über dem Meer eingesammelte Feuchtigkeit die jeweiligen Hänge der Berge hoch. Die sind hoch - 2 km Höhe ist da fix erreicht. Is klar, die Luft kühlt ab und die Wolken treiben einen Haufen feinster Wassertröpfen mit sich. In diesem Luftstrom stehen Bäume und Büsche und viele davon tragen als Symbiose Flechten in ihrem Laub- rsp. Astwerk. Die Flechten mit ihren vielen, feinen Fäden bilden eine ideale Möglichkeit, Kondenswasser zu generieren. Das tropft dann runter und der jeweilige Wirt - also Baum - freut sich.
Nicht gefreut hatten meine Frau und ich uns während einer Wanderung auf Teneriffa. Da gerieten wir in ca. 1 km Höhe auf dem Wanderweg in ein solches Wolkenfeld. Eine halbe Stunde darin gelaufen und wir waren quatschnass und es hatte nicht geregnet!
Entsprechend wäre ein Geflecht aus vielen dünnen Drähten - nach Möglichkeit noch gekühlt - 'ne feine Sache.
Die Natur macht es vor, ganz ohne elektrische Energie und - ach ja - auch ohne µC's.
Grüße, picass
Die o.g. zweite Auflage der "Kühlmaschine" ist heute in Betrieb gegangen, allerdings nur für wenige Minuten, weil ich aus dem alten Haus wieder weg musste und alleine wollte ich sie noch nicht laufen lassen. Die zweite Version hat wie beschrieben auf jeder Seite große Kühlkörper, zwischen beiden Seiten zur Trennung der Luftströme und zur Isolierung zwei große Platinen bekommen - Bild später - und der Kühler auf der Hitzeseite wird von einem 12 cm-PC-Gehäuselüfter bepustet. Soweit so gut, vorne wirds auch schön kalt, aber wenige Minuten reichen nicht, ein sichtbares Ergebnis zu produzieren. Vielleicht ab morgen weiter.
Weiter geht es aber jetzt schon mit der installierten Entfeuchtungs-Anlage, die zugekauft wurde, die mit dem Arduino drinnen. Die beiden Fühler - also innen und außen - sind ganz sicher gut und fachgemäß installiert, aber was sich die Anlage da zusammen rechnet nach dieser Taupunktformel, passt nicht auf die berühmte Kuhhaut. Erst zeigt mein Betriebsstundenzähler eine verschwindend geringe Stundenanzahl des Betriebes auf, dann ist die Feuchte im Keller von durchschnittlich gut 92% mit der Pust-Hilfe auf irgendwas zwischen 86 und 90 % "gesunken". Und dann lief sie heute Vormittag nicht bei besten Bedingungen, also draußen Sonnenschein, es war weitestgehend trocken draußen, die Außentemp nur 3 bis 4° C über der im Keller, aber da rührte sich kein Lüfter und kein Lüftchen.
Jetzt gerade um 19 Uhr lief dat Ding, fast alle Werte gleich, aber draußen regnete es!!!
Was genau rechnet dieser Ardu-Zwerg sich da zusammen?! Trockenheit und Sonne draußen straft er mit Missachtung, aber Kühle und Regen draußen, das findet er, müsse gefördert werden und fördert so ganz sicher Feuchtes von draußen nach drinnen.
Ich habe den Verkäufer heute angemailt und ihn gebeten, die Einstellungsmöglichkeit für die Feuchtedifferenz um zwei Grad zu ändern, damit die Anlage mehr, rsp. überhaupt läuft. Für die Änderung habe ich auch Entlohnung angeboten, mal sehen, ob und wie er reagiert. So wie die Anlage jetzt mit ihren Parametern ist, ist sie unbrauchbar.
Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass wir bei diesem Thema selbst Hand anlegen. Das kann nur besser werden und für mich wäre es selbstverständlich, außer so komischen Sensoren auch einen schlichten Regenfühler zu installieren, der dann ein No-Go sendet.
Grüße, picass
Es ist ein wenig undankbar, über die Funktion der o.g. beschriebenen, fertig gekauften Anlage so was wie ein entgültiges Urteil zu sprechen. Klar ist allerdings eines: im serienmäßigen Zustand und der damit verbunden, teils eingeschränkten Einstellbarkeit der Parameter ist die Anlage nur teilweise nützlich, ganz häufig leider gar nicht. Es gibt viel zu viele Fälle, in denen sie nicht oder falsch oder gar nicht nachvollziebar arbeitet. So ist sie bei bestens trockener und warmer, teils heißer Luft im Dauerstreik: tagelang rührt sich nichts und lässt diese Chance komplett verstreichen. Sobald es kalt draußen wird und damit meine ich Temps unterhalb von 18° C, erweckt sie zum Leben und besonders häufig, rsp. dauernd arbeitet sie, wenn es echt kalt draußen ist. Dann kühlt sie den bis dahin warmen Keller deutlich runter auf kalt. Am störensten ist sie aber, wenn sie Luft von draußen nach innen befördert, wenn es draußen regnet. Nach meinem Geschmack ist es dann draußen nicht nur feucht, sondern nass, was sich gänzlich ohne hoch präzise Sensoren verifizieren lässt, wenn man - ausgestattet mit der von der Natur auf dem Kopf plazierten Glatze - ein paar Schritte nach draußen tritt. Ebenso wenig sinnvoll finde ich, wenn das LCD-Display vermeldet, dass draußen eine Luftfeutigkeit von 88 % herrrscht, im Keller nur 80%, und dann die deutlich feuchtere Luft von draußen nach drinnen gepumpt wird. Die Formel ist aus meiner Sicht schon recht krude, wenn sie so was für gut hält.
Das Gerät und seinen Preis würde ich für gut halten, wenn es mehr oder überhaupt Möglichkeiten bieten könnte, an den Parameter-Schrauben zu drehen. Und wenn es in der Lage wäre, draußen Regen zu erkennen.
Wiederhole: es wird sich nicht vermeiden lassen, da tatsächlich selbst Hand anzulegen.
Dabei - und u.a. deswegen schreibe ich diesen Beitrag - brauche ich aber eure Hilfe. Das eigentliche Steuerprog würde ich wohl selbst schaffen. Wo es bei meinen µC-"Künsten" hakt, ist sowohl das Nutzen eines LCD-Displays unter Assembler als auch das Auslesen von Sensoren, welche digitale Formate für die Datenübertragung nutzen.
Eigentlich möchte ich nicht wirklich unbedingt eine neue Programmiersprache - egal, wie sie heißt - lernen müssen, nur um diese beiden genannten Techniken verwenden zu können. In Hochsprachen gibt es doch - wenn ich das richtig verstehe - sogenannte Bibliotheken, welche zugeschnitten auf z.B. einen Sensor es ermöglichen, das Gewusel der Zeitprotokolle und der Impulszählung und all' solchem Schweinskram der Biblio zu überlassen und "nur" ein paar Bedien-Parameter anzupassen. So was müsste es doch unter Assembler auch geben. Oder wenn nicht: da müssten doch irdenwo im Inet fertige Programmteile existieren, in denen das beispielhaft vorgestrampelt ist. Bei Microchip gabs doch früher mal unendlich viele Programm-Sammlungen - deren Namen begann in der Regel mit AN... - für bestimmte Techniken.
Habe aber eben bei Reichel geschaut: es gibt auch für Feuchtemessungen Sensoren mit analogem Ausgang. Das wäre zwecks der von mir geschilderten noch nicht vorhandenen Fähigkeit, Digitales im Sensorenbereich zu nutzen, doch eine gute Empfehlung?! Oder übersehe ich da was?
Also verblieben als drängenste Prob-Felder das Ansteuern von LCD-Displays und diese vermaledeite Formel, welche mathematische Klimmzüge erfordert. Na, was meint ihr? Wäre jemand in Stimmung, da mit helfender Hand einzusteigen? Oder gibt es Hinweise auf nutzbare Beispiele?
Grüße, picass
Was ASM für das LC-Display betrifft:
https://www.sprut.de/electronic/pic/programm/lcd.htm
Ist für 16F84, sollte sich aber ohne große Probleme an andere PICs anpassen lassen.
Gruß
PICkel
Wie kann man nur NICHT an den guten, alten Sprut denken! :o Tsssss! :-\
Danke, PICkel. Dieses File habe ich runter geladen und werde versuchen, es in "meine" Assembler-Version - also die mit dem "X" und v.5.20 - zu übersetzen. Anzeigen habe ich noch irgendwo im Regal versteckt. Das wäre schon mal 'ne Menge weiter.
Um dem digitalen Wirrwar zu entgehen, hatte ich ja schon den analogen Datenübertragungsweg für Sensoren genannt. Der nächste Punkt wäre nun, eine Tabelle oder wieder 'ne Formel für solchen Sensor wie den HIH 5031-001 von Honeywell zu finden. Aber bitte: das soll keine Aufforderung darstellen, das Suchen für einen zu Faulen zu übernehmen. Ist nur mein Gedanke an die nächste Baustelle.... >:D
Nochmal danke...., einmal mehr kann nicht schaden! >:D
Grüße, picass
Ich würde einen digitalen Sensor vorziehen. Sonst hast du evtl. wieder Umrechnungsprobleme.
Hier http://www.stefan-buchgeher.info/elektronik/feuchtemodul2/feuchtemodul2_kap04.html habe ich ein älteres Projekt mit RS232 Schnittstelle gefunden. Es ist zwar in C geschrieben, aber der ASM-Code ist unter download http://www.stefan-buchgeher.info/elektronik/feuchtemodul2/feuchtemodul2.zip auch da. Vielleicht kannst Du damit was anfangen.
Schreibs mal ganz kurz und ganz unauffällig hier rein: die nachfolgend kurze Notiz bedeutet für mich einen irren Durchbruch, enthält diese Notiz doch dasjenige Programm, welches die Berechnung der Taupunkt-Temperatur hier unter Python liefert.
import math
h = 6.1078 #konstante
s = 237.3 #konstante
t = 25 #gemessene temp
f = 60 #gemessene feuchte
t1 = h*10**((7.5*t)/(s+t))
t2 = f/100*t1
t3 = math.log10(t2/h)
t4 = (s*t3)/(7.5-t3)
print (t4)
Die Werte für Temperatur und Luftfeuchte stammen ,,normal" natürlich von entsprechenden Sensoren. Hier sind sie nur zur Veranschaulichung schlicht ,,händisch" eingefügt. Das Prog lässt sich noch bei Bedarf deutlich verkürzen. Wahrscheinlich könnte man mit einer Variablen und allen Berechnungen in einer einzigen Zeile auskommen.
Das ist nun in dürren Zeilen das, was mir in 3 Jahren unter Assembler nicht gegeben war. Heuer hats ein paar Minuten gebraucht. Kann ich aber nix für, das sind die Kombi aus dem µC ,,Raspberry Pi Pico" und Python.
Grüße, picass
Zitat von: picass in 18.11.2024, 15:38:58 CETdas sind die Kombi aus dem µC ,,Raspberry Pi Pico" und Python.
"C" für einen 14K22 hätte kaum anders ausgesehen ;)
oder für einen 25K22
(Ich hoffe der C Compiler rechnet nicht schlechter als der Python)
screenshot89.png
welchen C-Compiler hast Du da genommen? Ich habe irgendwie in Erinnerung, das meiner (c18) mit "float" Probleme hatte.
XC8 v2.46
Danke, muss ich mal ausprobieren, ich arbeite noch mit dem c18, der ist offenbar noch ANSI 89 kompatibel.
Zitat von: vloki in 19.11.2024, 10:57:02 CET"C" für einen 14K22 hätte kaum anders ausgesehen ;)
Was die "richtige" Programmiersprache anbelangt, bin ich ganz sicher nicht im Besitz der reinen Lehre, sondern schlichtweg ein Suchender. :-[
Hatte mich jahrelang um eine Entscheidung, Assembler zu verlassen und endlich eine Hochsprache zu erlernen versuchen, rum gedrückt. Mal ehrlich: bei dieser Suche hatte ich mich immer wieder an Beiträgen in der von mir hoch geschätzen "c't" und verschiedentlich auch der Schwester-Zeitschrift aus dem Heise-Verlag, der "make:" orientiert. Deren Redakteure propagierten seit Jahren schon MicroPhyton. Aber - wie schon erwähnt - waren das unterm Strich immer nur so Schnupper-Proben und aus meiner Sicht nichts Handfestes.
Nach Jahren des Zweifelns habe ich nun mit Gewalt den Knoten zu durchschlagen versucht. Die Anfänge lassen es für mich sinnvoll erscheinen, den Faden auch weiter zu verfolgen. Ich bitte um Verständnis, dass ich diesen Versuch auch fortführe, um nicht wieder in die Phase der Zweifel zurück zu fallen.
Wenn es denn mit MicroPhyton - oder wie im Moment eher mit Phyton - doch in die Nähe von "C" rückt, kann das ja keine schlechte Sache sein. Immerhin sind die vielen Klammern erst mal nicht nötig. Ihr seht, ich versuche, der Lage Positives abzugewinnen und endlich mal zu wissen, in welcher Richtung es weiter gehen könnte. Und wenn Phyton und C viele Gemeinsamkeiten aufweisen sollten, dann kann ja auch dein Script plötzlich wieder zu unerwarteten Ehren kommen, Volker.
Grüße, picass
Zitat von: picass in 20.11.2024, 10:42:04 CETUnd wenn Phyton und C viele Gemeinsamkeiten aufweisen sollten...
Viele Hochsprachen werden in der Syntax oberflächlich viele Ähnlichkeiten aufweisen.
Solange man vom Bauraum und dem Energieverbrauch nicht eingeschränkt ist, kommt man
mit Raspi, ESP32, ItzyBitzy, Arduino ... aufgrund der vielen fertig vorhandenen
Bibliotheken und Beispiele sicher schnell und ohne große Einarbeitung voran.
Wenn ich mal wieder länger Zeit habe, werde ich mich auch nochmal in CircuitPython vertiefen ;-)
https://circuitpython.org/
Zurück zum Fred-Thema, da gibts Neues.
Hatte zwischenzeitlich Kontakt zu dem Verkäufer der Fertigschaltung aufgenommen und vorsichtig angefragt, ob denn wohl ggf. eine nachträgliche Änderung des Programms möglich wäre, welche es dann erlauben würde, die Differenz der beiden Taupunkte (außen/innen) bis auf 1° C Differenz runter zu schrauben. Das sollte dann ein häufigeres Laufen der Lüfter ermöglichen. Die Anfrage wurde zu meiner Riesenüberraschung positiv beantwortet, ich sandte die Schaltung wieder zurück und nach wenigen Tagen war sie wieder hier. Die Veränderung der Software soll vorgenommen worden sein. Das habe ich noch nicht überprüft, weil zu dieser Zeit die Temperaturen draußen eher beim Nullpunkt als höher lagen und ab 10° C Außtentemperatur regelt das Prog im µC grundsätzlich ab. Also ruht die Schaltung im Karton und wird wohl erst im nächsten Frühjahr wieder in Betrieb genommen.
Und heute gabs noch 'ne Riesenüberraschung. Hatte in den letzten Tagen gar nicht mehr auf die vielen, kleinen Billig-Messgeräte geschaut, die im Keller verteilt sind und Temp und Luftfeuchte angeben. Heuer mal wieder und gleich runde Augen gemacht: Während im Sommer die Feuchte nahezu immer nahe 90% oder auch drüber lag, betrug sie jetzt nur 65 % ! Jedwede elektrische Belüftung hatte ja in den letzten Wochen nicht mehr stattgefunden und die beiden Lüfter in den sich gegenüberliegenden Räumen des Kellers standen stille-weg. Aber deren Öffnung war ja noch da und da strömte doch zumindest heute ein spürbar kräftiger Luftstrom durch. Diese "natürliche" Lüftung zusammen mit den tieferen Temps hatte die Feuchtigkeit kompletto aus dem gesamten Kellerbereich vertrieben. Au man....., und das ohne raffinierte Elektronik, ohne ausgefuchste Messerei, ohne auch nur einen einzigen µC. Peinlich für das vorige Arrangement.
Bin selbst gespannt, wie das noch alles werden wird, denn nach dem Umstieg auf einen 32-Bitter-µC und auf MicroPython war ins Auge gefasst, über den Winter ein eigenes Prog zu erstellen. Könnte sein, dass mir das tatsächlich noch gelingt und könnte sein, dass ich nach der Inbetriebnahme in der nächsten wärmeren Halbjahreszeit dann wieder frustriert vor den Messgeräten stehe.
Im Spiel von "Mutter Natur" gegen "FC-µC-Raffinesse" steht es im Moment 3:0 !
Grüße, picass
Das Spiel hat eine neue Runde aufgenommen: bei Aldi-Nord gabs vor 2 Wochen im Sonderangebot eine Mini-Version eines Gerätes für Luftentfeuchttung. Dieses Gerät gibt es aktuell auch noch im Onlineshop. Es beinhaltet als Kern ein Peltier-Element plus Lüfter plus entsprechende Elektronik und das in einem kleinen Gehäuse incl. Auffangbehälter für das kondensierte Wasser. Der Preis betrug 49 € und da konnte ich schon aus Gründen von Neugier nicht widerstehen. Auch ist der elektrische "Verrauch" mit 60 Watt angegeben, während mein Profi-Haus-Entlüfter irgendwas oberhalb von 300 Watt frisst.
Ein erster Test über knapp 2 Stunden zeigte schon Wirkung. Zwar fiel die von einem preiswert-Anzeigerät (nicht zum Entfeuchter gehörig) genannte Feuchtigkeit nur geringstfügig von 72% auf 71%, aber es sammelte sich tatsächlich eine Pfütze von Wasser an. Klar war die Fütze keine Sintflut, aber das war wegen der Kürze der Zeit nicht zu erwarten, genausowenig, weil 72% keine bedenkliche Feuchtigkeit im Keller darstellen. Dieser Test war im eigenen Hauskeller.
Ein zweiter Test fand im Keller meines anderen, alten Hauses statt. Anzeige dort 74% und der Test lief über ca. 4 Stunden. Hm......, keine sichtbare Anzeige-Veränderung und keinerlei Wasser im Auffangbehälter. Hm......! Werde natürlich weiter testen, evtl. war die Position unten auf dem Boden nicht gut.
Im Prinzip war ich auch vorwiegend darauf aus, das Gerät auseinander zu pflücken und zu schauen, was Profis denn da wie verbaut haben. Vor allem die elektrische Ansteuerung interessiert mich. Könnte mir evtl. weiter helfen, da erste und zweite Versuche mit meinen selbst erstellten Peltier-Equippment keinen Erfolg brachten.
Grüße, picass